Long Distance EnduRoMania
Detailinformationen
Das Long-Distance-Programm ist im Rahmen der
EnduRoMania Termine vorgesehen. Das heißt, dass
diese Tour am jeweiligen Treffpunkt der EnduRoMania
beginnt. Dieses Programm beginnt zwei Tage früher als
die reguläre EnduRoMania Veranstaltung. Das bedeutet, dass
insgesamt sieben Tage für das Erreichen der Kontrollpunkte zur
Verfügung stehen.
Die Kontrollpunkte befinden sich in der südlichen Hälfte des Landes (Donau im Süden, Südkarpaten in Norden, die Grenze Rumänien/Serbien im Westen und das Schwarze Meer/Donaudelta im Osten). Der westlichste Kontrollpunkt befindet sich in dem ehemaligen Donauhafen Bazias, wo die Donau Rumänien erreicht. Die Kontrollpunkte, die der Fernreisende optional berühren kann, sind: Die Wasserkraftwerke Eisernes Tor 1 & 2, Die Donaukulturstätte Engelpark (im Gegensatz zu Draculapark), Die Donauhäfen Calafat, Bechet, Turnu Magurele, Giurgiu, Oltenita, Calarasi, Cernavoda und Medgidia am Donau-Schwarzes Meer Kanal und Portita (am Schwarzem Meer), Babadag, Tulcea („Tor“ zum Donaudelta), Harsova, Braila, Galati, Bukarest, Snagovsee, Bucegigebirge, Brasov, Sibiu, Deva, Hateg, Petrosani, Tg. Jiu u.a. Das Gebiet entspricht einer Fläche von 140.000 qkm (etwa die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland).
Durch Anfahren der Kontrollpunkte wird die Besichtigung namhafter
Sehenswürdigkeiten ermöglicht, z. B. Ceausescus wahnwitziger Volkspalast - heute der Parlamentspalast, nach dem Pentagon in Washingtondem das zweitgrößte Gebäude der Welt.
Wenn man die hochalpinen Kontrollpunkte in den Karpaten erreichen will, muss man die Bergstrassen über das Bucegi-, Fagaras- (Buleasee - 2.050 müNN) und Paranggebirge (Urdelepass - 2.160 müNN) unter die Räder nehmen.
Das Long-Distance-Programm kann mit dem Anfahren der Kontrollpunkte in den Karpaten begonnen werden und über die Donautrasse zum Treffpunkt zurückkommen, oder umgekehrt. Ein Alternieren zwischen den beiden Hauptrouten kann auch erfolgen, da das Anfahren der Kontrollpunkte und die Reihenfolge, in der man diese anfährt den Teilnehmern in guter EnduRoMania Manier vollkommen freigestellt wird.
Die minimale Teambesetzung ist auch für dieses Programm, wie bei der EnduRoMania aus Sicherheitsgründen, auf drei Teilnehmer festgelegt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Mindestteams spätestens beim Kennenlerntreffen zu Stande kommen.
Die Teilnehmer an diesem Programm können auch die „klassischen“ EnduRoMania Kontroll-Punkte anfahren und somit zusätzliche Bonuspunkte sammeln.
Wie bei der bisherigen EnduRoMania können ortskundige und Deutsch oder English sprechende Guides von den Teams auch für die Long-Distance-EnduRoMania in Anspruch genommen werden.
Die Donau ist weltweit der einzige Fluss der zehn Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Serbien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Republik Moldawien und die Ukraine) berührt und ist das wichtigste völkerverbindende Element des Kontinents und wir wollen es durch Tourismus als solches weiter entwickeln.
Der Long-Distance EnduRoMania entsprechende untere Lauf der Donau (von
Bazias bis zum Schwarze Meer) berührt Serbien, Rumänien, Bulgarien, die Republik Moldawien und die Ukraine und ist 1.075 Km lang. Das ist mehr als ein Drittel der 2.080 km Gesamtlänge der Donau, die von Donaueschingen im
Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer bei Sulina reicht. Die Wassermengen die die Donau transportiert sind gewaltig. Um die für die Größenordnung ein Gefühl zu bekommen, sind folgende Werte zu beachten:
Mittlerer Abfluss – 1.470 m³/s in Passau, 1.920 m³/s in Wien, 2.350 m³/s in Budapest m³/s , 5.300 m³/s beim Erreichen Rumäniens bei Bazias und 6.473 m³/s beim Beginn der Donaudelta. Am 13. Mai 1940 wurde bei Oltenita ein
Hochwasser von 15.900 m³/s registriert. Die Donau befördert pro Jahr 58 Millionen Tonnen Schwebestoffe, was dazu führt, dass das Donaudelta 80 m/Jahr in Richtung Osten ins Schwarze Meer „wächst“ und das entspricht dem
jüngsten Boden Europas.
Zwischen Rumänien und Serbien befindet sich auf einer Flusslänge von 144 Km das sogenannte Eiserne Tor, wo die Donau die Karpaten durchquert, was durch spektakuläre Felsformationen gekennzeichnet ist. Dort befindet sich auch eines der größten Wasserkraftwerke Europas mit 2.100 MW installierte Leistung.
Text & Fotos: EnduRoMania Foundation
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