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© AdventureBike - Ernst Südmeyer 2003

LC8 Das Erste Duell
KTM gegen AfricanQueens

Reisetauglichkeit

 

 

 

 

Bei dem Thema Reisetauglichkeit scheiden sich die Geister. Wir sind der Meinung das zum Thema Reisetauglichkeit zwar ein solides Fahrverhalten, günstige Wartungsintervalle und größtmögliche Zuladung gehören, dennoch achten wir auf Dinge wie die Sitzposition. Während die AfricanQueens Maschinen für durchschnittlich gewachsene Menschen schwierig zu beklimmen sind gilt bei der KTM das Gegenteil. Diese Maschine scheint ausschliesslich für durchschnittlich gewachsene Menschen gemacht zu sein. Auch Menschen unter 1,70 cm sollten mit dieser Maschine keine großen Probleme bekommen. Große Menschen stellen bei der silbernen KTM fest das sowohl die Federelemente als auch die Ergonomie schnell am Ende sein können. Allerdings muss dabei gesagt werden dass die 950 Adventure im Vergleich mit anderen Serienmotorrädern eine ergonomisch optimale Sitzposition bietet. Aber wer vergleicht sich schon gerne mit der Masse …

Zurück zur Reisetauglichkeit. Aufgrund der hinteren Tanks ist es bei den Umbauten von AfricanQueens nicht so einfach zusätzlich noch ein Gepäcksystem zu installieren, dennoch wird Stephan Jaspers, Eigentümer von AfricanQueens auch auf diese Herausforderung eine Antwort parat halten. Bei KTM lautet die Antwort, praktisches Koffersystem mit entweder Alu Koffern oder

Optionale Roadbookeinheit für die 950 Adventure
Foto: Peuker

multifunktionale, fast unzerstörbare Koffer aus Plastik. Auch ein Topcase wird sicherlich bald im Handel verfügbar sein.

Für entspanntes Reisen sind die Kie auch bei durchschnittlich gewachsenen Menschen auf der KTM ein wenig stark angewinkelt.  Mittels Rallyesitzbank konnte ein ähnlich starker Winkel bei den Umbauten von AfricanQueens entschärft werden.

Die Instrumente im Cockpit der Forte taugen eigentlich für den harten sporteinsatz. Für Reisende ist die dargestellte Information auch im Bezug auf den Zustand des Motorrads ein wenig spärlich. Da sind die Multifunktionsinstrumente der KTM und der Queens Twin schon wesentlich invormativer.

Im Punkto Schutz vor Wind und Wetter bieten alle drei Kandidatinnen ähnlich umfassenden Schutz fast ohne Verwirbelungen. Interessant ist das es sich auch bei Geschwindigkeiten von über 130 km/h sehr angenehm stehen lässt.

Ob, und vor allem wie sich die Sitzbänke bewähren lässt sich nur nach einem ausgibigeren Test sagen. Diesen Punkt der Wertung verschieben wir auf einen späteren Langstrecken Testbericht.

Was die Reichweite angeht so liegt die KTM jenseits der 400 km Marke, die Geisenhausener Schlachtschiffe liegen bei ca. 700 & 800 km. Werte mit denen man sich getrost auch mal in die Wüste trauen darf.

Text & Fotos: AdventureBike - Ernst Südmeyer

Reisetauglichkeit

© AdventureBike - selectCOM - E.S. - 2001 - 2004

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enduroabenteuer Ausgabe 4 - 2004
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