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Eine 950 Adventure S im Alltagsstress!
Panne beim TÜV ?!
Von losen Steckern, beschädigtem Werkzeug und blöden Sprüchen!
Kurz nach dem abholen aus der ersten Inspektion fuhren wir zum Bikerfest vom TÜV in München. Als ich auf das Gelände des TÜV in der Ridlerstrasse einbog blinkten Temperaturanzeige und auch die rote Kontrolleuchte für die Wassertemperatur. Eine Lightshow die nicht zu übersehen ist!
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Mir fiel auf das der Lüfter nicht ansprang und fing an nach möglichen Ursachen zu suchen. Ein kurzes Telefonat mit meinem Händler und mein Verdacht wurde bekräftigt. “Such erst mal hinter dem Sicherungskasten, dort läuft die ganze Elektrik zusammen. Schau auch mal nach dem Stecker vom Lüfter der könnte los-vibriert sein.” meinte Johannes Obermeier vom EnduroKeller lange nach Geschäftsschluss!
Gesagt ... getan. Also haben wir vor den Augen einiger Schaulustiger und interessierten Gesichtern zuerst den Sicherungskasten freigelegt. Dort war alles OK, keine erkennbaren Probleme.
Also suchte ich den Ventilator ab und siehe da, der Steckverbinder der Stromversorgung hing lose da ohne Gegenstück.
Fehler gefunden.

Ein kleiner Stecker!
Jetzt fing die Suche nach dem Gegenstück an. Jens und Gabi, die mit mir gefahren waren ignorierten mich mittlerweile denn ich muss ziemlich ungeniessbar gewesen sein! Nach ca. 5 Minuten vergeblicher Suche fing ich an die gute LC8 weiter auseinander zu nehmen.
Z
uerst die vordere Seitenverkleidung die übrigens mit 4 Schrauben solide sitzt, aber leicht abzunehmen ist. Kurz die Entlüftungsleitung des Tanks gelöst und den Blinker abgeklemmt dann hat
man die Abdeckung in der Hand. Danach war der linke Tank dran.
Hausgemachter Ärger:

Spitze des Werkzeugs im Schraubenkopf abgebrochen!
Mit 3 Schrauben ist dieses erstaunlich leichte Kunststoffteil gelöst. Um den Tank vollständig abzunehmen sollte man allerdings die 2 Benzinleitungen (L/R Ausgleichsleitung & Benzinhahn) vorher abgeklemmt haben.
An der obersten Imbusschraube der Tankbefestigung setzte ich die Imbussförmige Verlängerung aus dem Bordwerkzeug an. Diese Verlängerung so
wie auch das lange Ende des T Förmigen Imbus-Bordwerkzeugs sollte man, wie ich lernte, nur für die Nüsse im Bordwerkzeug nutzen, nicht als Imbus Schraubendreher. Es kam also wie es musste ... ich brach ca. 5 mm von der
Spitze der Verlängerung ab und verbrachte ganze 10 Minuten mit der Bergung dieser Spitze aus dem Schraubenkopf.
Die geborgene Spitze und das Gegenstück

Super Leistung ... das !!!
Zu diesem Zeitpunkt meinte Jens das wir doch die 10 km nach Hause, wo wir mit ordentlichem Werkzeug arbeiten könnten, wagen sollten. Davon wollte ich natürlich nichts wissen denn diese KTM, so schwor ich mir, würde hier und jetzt mit Bordwerkzeug instand gesetzt! ... grrrrrrrr
Nachdem ich schon eine kleine Schweinerei durch auslaufendes Benzin verursacht hatte, wohl bemerkt auf dem TÜV Gelände, entschloss ich mich Jens zu bitten den Tank zu halten während ich nach dem verlorenen Kabel suchte.
Auf der Suche!

Nicht nur erduldeten wir die vielsagenden Blicke und Kommentare die immer wieder den gleichen Tenor hatten: “Ist halt ne KTM!” Auch Jens musste ein oder zwei mal auf seine funktionstüchtige AfricaTwin verweisen ... ich hätte Ihn erwürgen können!
Irgendwann kam dann auch noch jemand vom TÜV und meinte: “Die ist doch gerade erst rausgekommen, und schon kaputt?” Das Schnauben konnte ich mir gerade noch verkneifen und erklärte so höflich wie ich konnte das es sich hier nur um einen Flüchtigkeitsfehler eines Mechanikers unter Zeitdruck gehandelt habe. Der Steckverbinder der für die Stromversorgung des Ventilators verantwortlich ist wurde nur flüchtig zusammengesteckt ohne darauf zu achten das der Verriegelungsmechanismus greift! Hmm meinte der Kollege vom TÜV, schaute uns noch einen Moment zu und verschwand dann wieder.
Es kam mir vor wie eine Ewigkeit bis ich dann endlich das verlorene Kabel zwischen den Zylindern gefunden hatte. Eine weitere Ewigkeit brauchten Gabi und ich zusammen um es ans Tageslicht zu befördern. Nur mit Gabi’s
schlanken langen Fingern gelang es uns schliesslich das Kabel zu bergen und an seinem Bestimmungsort, der Stromversorgung des Ventilators, zu befestigen.
Jens ... kannse mal halten ?

Jetzt hiess es schnell zusammen bauen, testen und den Rest des Tages, soweit möglich, geniessen! Den Test sparte ich mir, ging zum Händewaschen, naschen und ratschen zu den anderen.
Den Rest des Tages verbrachten Jens und ich in einer Kiesgrube wo Jens nicht nur seine erste längere Auffahrt mit seiner AT hinauffuhr sondern auch seine ersten Runden mit der LC8 drehte [Bericht: Erstkontakt].
Die Kollegen in Grün wollten auch gleich mal inspizieren!

“Nein Nein Herr Wachmeister, die ist immer so laut!”
Später, ca. 100 km nach dem Kochdesaster fiel mir auf das im Kühlwasserbehälter kaum noch Wasser war. Also hiess es auf zur nächsten Tanke und ein wenig Kühlflüssigkeit nachfüllen! Wie das halt immer so ist habe ich dann auch noch viel zu viel Flüssigkeit nachgefüllt, musste also mit einem Schlauch einiges wieder absaugen ... BAH !
Alles in allem ein Erlebnis auf das ich gerne verzichtet hätte.
Text & Fotos: © AdventureBike 2003

© AdventureBike - selectCOM - E.S. - 2001 - 2004


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