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Eine 950 Adventure S im Alltagsstress!
Beobachtungen
Auf dieser Seite finden Sie die verschiedensten Beobachtungen zu den Eigenschaften der LC8.
Temperatur des Kühlwassers und der Abgasanlage:
Gleich während der ersten gefahrenen Meter mit der LC8 fiel mir auf das der Motor sehr heiss läuft.
Gleichzeitig ist mir aber auch aufgefallen das der Motor die merkwürdige Eigenschaft hat extrem schnell aufzuwärmen und dann, egal wie die Umgebungstemperatur aussieht diese Temperatur hält.
Daher springt bei hohen thermischen Belastungen wie wenig Fahrtwind bei mittleren Drehzahlen sofort der Ventilator an. In der Regel kann dieser aber seine Arbeit recht schnell erledigen um sich dann gleich wieder auszuschalten.
Ob sich dieser Kühlhaushalt auf lange Hinsicht und vor allem in extremen Umgebungen wie z.B. Nordafrika bewährt werden wir sehen. Die ersten 1.500 km hat das Kühlsystem jedenfalls tadellos gearbeitet.
Auch die Abgasanlage wird extrem heiss. Die Krümmer und zum Teil auch die Endtöpfe verfärben sich . Möglich ist das die Katalysatoren in den Endtöpfen eine höhere Abgastemperatur in den Krümmern erzeugen bzw. benötigen um zu funktionieren. Wir werden auch dieser Frage auf den Grund gehen.
Mitgedacht:
Cockpit Vorbereitung für Roadbookhalter und Tripmaster Fernbedienung.
Was die Elektrik der 950 Adventure angeht so hat man bei KTM mitgedacht. Entsprechende Steckverbindungen um einen Roadbookhalter, eine Fernbedienung für das Roadbook und den Tripmaster zu installieren sind bereits ab Werk vorhanden. Man braucht nur die Hardware zu installieren, Kabel verlegen, einstecken und schon geht’s los!
Auch der Hauptständer ist einfach nur mit zwei Bolzen und zwei Federn innerhalb von 5 Minuten installiert. Das Konzept der 950 Adventure ist eben wirklich bis in die letzte Konsequenz durchdacht worden. Man hat sich sichtlich Mühe gegeben.
Flüssigkeitskontrolle und Einstellungen
Um dem Fahrer die wichtigsten technischen Kontroll- und Einstellungsfunktionen so einfach wie möglich zu machen hat man sich in Mattighofen einiges einfallen lassen. So kann man beispielsweise den Kühlwasserstand theoretisch während der Fahrt kontrollieren. In dem rechten Belüftungskanal am Tank befindet sich der durchsichtige Kühlwassertank mit entsprechenden MIN und MAX Markierungen. An dieser Stelle wird übrigens auch das Kühlwasser bei Bedarf nachgefüllt.
Gleich neben dem Kühlwassertank befindet sich der massive Öltank. Den Ölstand könnte man also auch bequem vom Sattel erledigen. Dazu wie bei anderen Motorrädern auch den Peilstab herausdrehen, reinigen, einfügen (ganz eindrehen) und den Ölstand vom Peilstab ablesen.
Auch das Fahrwerk lässt sich bequem und schnell einstellen. Bei zusätzlichem Gepäck bzw. Soziusbetrieb ist wohl die wichtigste Einstellung die Federvorspannung am Federbein. Kein Problem bei der LC8. Einfach den Klapphebel unterhalb des Sattels auf der linken Seite in Fahrtrichtung in die gewünschte Richtung drehen. Dabei braucht man sich keine Sorgen machen die Standardeinstellungen wieder zu finden denn die sind im Handbuch beschrieben. Es gibt sogar Empfehlungen für die richtige Einstellung für den jeweiligen Einsatz.
Übrigens: Die KTM Empfehlungen für Fahrwerkseinstellungen Variieren zwischen der Adventure (Silber ) und der Adventure S (orange).
Reifen
Auf der Strasse ist dieser Reifen ein absoluter Hammer. Schräglagensicherheit und gleichzeitig guten Grip im Regen. Im Schotter ist er zumindest bei dem von KTM empfohlenen Reifendruck nicht so gut, aber einen Reifen der gleichzeitig Geschwindigkeiten um die 200 km/h aushält und im Gelände etwas taugt wird es auf absehbare Zeit wohl nicht geben!
Nach einigen längeren Exkursen hat sich herausgestellt das der MT90 im Gelände sicherlich nicht das Grip Niveau eines Stollenreifens aufweist. So lange der Boden trocken bleibt ist mit diesem Reifen durchaus sehr viel machbar.
Interessant ist jedoch das auch mit diesem Reifen ab einer Geschwindigkeit von ca. 35 km/h das Motorrad ein zunehmend sicheres Fahrgefühl vermittelt. Eine wirklich faszinierende Eigenschaft.

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