Der Laden
Foto: AfricanQueens

AfricanQueens
Der Ursprung
(ES)
[AFRICAN QUEENS ÜBERSICHT]

Während seiner ersten Wüstentour stellte der begeisterte AfricaTwin Fahrer Stephan Jaspers fest dass er neben einem größeren Tank weiteres Zubehör für weitere Touren benötigen würde.

Um seinen eigenen Bedarf an professionellem Rallye Zubehör zu decken baute Stephan ein internationales Netzwerk von Kontakten zu unterschiedlichen Lieferanten auf. Mundpropaganda und schließlich ein Artikel der Zeitschrift „Tourenfahrer“ bewirkten eine solch starke Nachfrage das er noch in 1994 die Firma AfricanQueens mit Sitz im Bayrischen Geisenhausen gründete.

Transdanubia
Foto: AfricanQueens

In der Auswahl der Produkte setzte Jaspers stets auf eigene Erfahrungen im Rallye-Einsatz. In 1995 nahm er mit der eigenen Twin an der „Elba 500“ teil. Gleichzeitig fuhren auch zwei Kunden von AfricanQueens auf 2 AT-Quads. Diese seltsamen Ungetüme wurden von AfricanQueens für die Dakar ´95 ausgestattet.

Zur Transdanubia in 1996 ging es auf der eigenen Marathon, eine von 60 Nachbauten der berühmten Honda Werksmaschine die an die Öffentlichkeit verkauft wurden.  Von diesem Typ gab es nur eine Handvoll in Deutschland und von denen wurden 3 Stk. wiederum von AfricanQueens importiert wurden.

Rallye: München - Breslau
Foto: AfricanQueens

Die gesammelten Erfahrungen der Transdanubia in 1996 und der München-Breslau in 1997 & 1998 legten den Grundstein zu den Umbauten die man heute von AfricanQueens kennt:

  • Leistungskits
  • Verkleidungen mit schmalem profil
  • Wüstentanks
  • Marzochi Gabehome
  • Gabelbrücken aus eigener Produktion
  • diverse Spezialteile.

Zur Optic 2000 [BERICHT] in 1999 kam es zum ersten vollständigen Test einer optimal umgebauten AQ Twin. Tanks, Rallyeverkleidung, Tuning, Gabel etc. bewährten sich unter härtesten Bedingungen.

Das AfricanQueens Rallye Team
Foto: AfricanQueens

Es folgten weitere Tests z.B. auf der Karthago aber eines stand damals schon fest. Die optimierte AfricaTwin benötigte noch einen niedrigeren Schwerpunkt und mehr Federweg hinten!

In der Produktentwicklung beschäftigte man sich bei AfricanQueens zwei Jahre lang (2000-2001) hauptsächlich damit Hondas Varadero zum offroad tauglichen Adventurebike zu machen. Mit der Marathon XRV1000 [INFO] gelang hier erstmalig der große Wurf. Reduziert auf ein Gewicht von 200kg bietet dieser Umbau alle Vorteile bewährter Honda Technologie mit ungeahner Geländetauglichkeit. Allein der Kostenfaktor sorgt hier für kleine Stückzahlen.

Rallye Forte XRV840
Foto: AfricanQueens

Nicht lang nach der Vorstellung der Marathon begann man an einem zweiten „Varadero“ Projekt zu arbeiten. Die „Twindero XRV1000“ [INFO] eine abgespeckte Varadero mit AfricaTwin Optik und offroad tauglichem Fahrwerk. Letztendlich der Traum vieler AfricaTwin Fahrer.

Mit der Vorstellung der Forte 840 [INFO] im Herbst 2002 hat man sich bei AfricanQueens zurück zur AfricaTwin als Basis eines Umbaus orientiert. Zwei Tankhälften vorn mit insgesamt 30 Liter Fassungsvolumen plus 20 Liter in den Hecktanks verlagern den Schwerpunkt weiter nach unten und sorgen gleichzeitig für eine bessere Gewichtsverteilung. Der Federweg von 320 mm gemessen am Hinterrad, kombiniert mit 78 PS runden das technische Profil dieses Sportgerätes ab. Durch die AQ Sitzbank wird die Sitzposition wesentlich verbessert und ermöglicht so einfachere Gewichtsverlagerung und ermüdungsarmes fahren in offenem Gelände.

Mit diesem Produkt könnte es gelingen das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte aufzuschlagen. In Geisenhausen plant man mit diesem Prototypen, nach umfangreichen Tests und mit einem entsprechenden Fahrer an internationalen Rallyes teilzunehmen.

Text: AdventureBike (ES)

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enduroabenteuer Ausgabe 4 - 2004
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