The team is back ...
Foto: Adriane Köster

Ein Bericht von Johannes Rothascher
[WEITERE BERICHTERSTATTUNG ZUR 18. EL-CHOTT]
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... die Rallye ist vorbei, wir sind wohlbehalten zurück! Die Knochen tun noch bisserl weh aber alle sind zufrieden und haben sich ausgetobt.
Nach dem ziemlich sinnlosen Show-Start in München - von dem ominösen Start-Festival war nicht viel zu sehen - wurde alles zusammengepackt und nach Genua überführt. Dort gings auf die altbekannte Fähre Cartage und mit ihr nach Tunis. Am Sonntag Abend gings dann gleich weiter bis Bir Ali Ben Kelifa, ca. 250 km durch die einbrechende Dunkelheit auf Asphalt - eine weitere etwas unglückliche Lösung für die Überführung durch die nördliche Landeshälfte. Am Montag gings dann endlich los mit den ersten Wertungsprüfungen. Bei mir liefen die beiden ersten Tage von Bir Ali nach Tozeur und von Tozeur nach Nefta ziemlich gut. Die Power-Honda spurtete über die Pisten und durch die Wadis. Dann kam der dritte Tag und mein GPS erlitt einen Kabelbruch, so dass ich mir ein bisschen hart tat, den 2. Kontrollpunkt in den Dünen südl. des Chott el Cherid zu finden. Das kostete Zeit und gab zusätzlich Strafzeit.
Es folgten drei Tage Dünengegurke um Ksar Ghilane, der Oase mit der warmen Quelle. Ich hab mich mindestens 2 .000mal ein- und wieder ausgegraben - selber schuld! Aber langsam lernt man mit diesen schnell wandernden Dünen umzugehen und so war ich dann dem Christian und dem Toni am Schluss doch wieder hart auf den Fersen.
Der Ruhetag in Ksar Ghilane wurde um 2 Tage verschoben so dass wir immer längere Arme bekamen. Als er dann
endlich da war lagen wir den ganzen Tag nur noch im "Pool" der Oase, wers kennt weiß
wie geil das ist - wer nicht sollte sich das mal geben! Dann gings zurück nach Douz in Wertung und abschließend nochmal 20 km Dünen-Rundkurs am letzten Tag. Das groß angekündigte Rundbahn-Rennen im Kamelstadion stellte sich dann
als Schritt-Tempo-Fahren im Tiefsand mit Spurrillen dar, was bestimmt einen noch höheren Schwierigkeitsgrad aber weniger hohen Freitzeitwert bietet. Nach der etwas langatmigen Siegerehrung (gehört der 30. Platz
bei den Enduros auch zu den Siegern? ... na klar!) zischten wir noch paar Bierchen und bereiteten uns auf die 500 km von Douz nach Hammamet auf Asphalt vor. Die scherzendem Gesäße erinnerten uns
wieder daran, dass es sich doch eher um Geländefahrzeuge handelt, auf denen wir saßen. Auf der Fahrt von Hammamt nach Tunis mach dann meine Honda komische Geräusche - wohl ein kleines Fresserchen,
damit der Johnny was zu schrauben hat wenn er wieder daheim is. Nachdem die Arabs die Cartage wohl in Marseille etwas zu unsanft im Hafen geparkt hatten, erwartete uns die so geliebte Fähre Habib, die uns schon von früheren
Touren unvergessen war, vor allem das nette Personal im 1.class-restaurant.
Foto: Bernd Schmitz

Beim Ausfahren aus der Fähre in Genua ereignete sich leider noch ein tragischer Unfall: Thomas Föge, der Vater von Tim Föge (Touratech-BMW) kam unglücklich zu Fall, landete unter einem anfahrenden LKW
und wurde am Unterleib überfahren. Zunächst sah es noch relativ harmlos danach aus, dass die Hüfte gebrochen sei. Die sofort eingeleitete Notoperation in Genua konnte ihm aber nicht mehr helfen, er starb an inneren Verletzungen.
Foto: Adriane Köster

Diese schockierende Information erreichte uns erst in München, nachdem wir wieder mit Tonis Power-Diesel ohne Lader in gut 11 Std. nach Hause gerollt sind. Jetzt wird der Sand aus den Klamotten geklopft und alles auseinandergeräumt - die Arbeit hat mich wieder, wie schön!
Text: Johannes Rothascher
Fotos: BSO

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