9. Etappe
Kropotkine - Anapa
Entfernung: 418 km
Sonderprüfung 1: 54,55 km
Sonderprüfung 2: 74,42 km (abgesagt)
Streckenbeschreibung
Der vorletzte Tag der Master Rallye 2002 wird die Wettbewerber nach Anapa führen. Zwei Sonderprüfungen stehen auf dem
Programm. Mit 55 km ist die 10. Sonderprüfung sehr fahrbar am Anfang und wird zum Ende hin mit großen Löchern und Furchen
durchsetzt sein. Der regen der letzten Tage wird das Leben der Fahrer so nah am Ziel mit Sicherheit komplizieren. Etwas länger
wird die 11. Sonderprüfung genauso lebhaft werden, wobei die Flussdurchfahrt eine durchaus gefährliche Angelegenheit sein kann.
Wie dem auch sei, das Briefing am Freitagabend wird wesentlich mehr Licht auf die genauen Zustände der Strecke werfen.
Nachtrag:
In den vergangenen tagen verursachte ein Sturmtief große Schäden im Süden Russlands. Zum derzeitigen Zeitpunkt wird auch am
Samstag wie geplant gefahren. Die Sonderprüfung Nr. 11 die für Samstagnachmittag geplant war wurde jedoch abgesagt!
Lundmark kurz vor dem Ziel
Noch ist nichts in trockenen Tüchern aber wenn die Führenden, Schlesser auf seinem Schlesser-Renault Buggy und Lundmark auf
KTM keine technischen Probleme oder einen Unfall erfahren werden sie als Sieger der Master Rallye 2002 an den Stränden des schwarzen Meeres feiern.
Wie erwartet hat die technisch herausfordernde Sonderprüfung mit feuchten Pfaden keine großen Änderungen im Gesamtklassement heraufbeschworen. Heute konnten sich die eher technisch orientierten Fahrer durchsetzen denn auf der
gerade mal 55 km langen Sonderprüfung ging es eher zu wie auf einem Enduro Rennen. Scheinbar komplett in Schlamm getüncht
konnte Dabrowski auf seiner KTM den Etappensieg für sich in Anspruch nehmen. <<Es ist eine tolle Überraschung und
Befriedigung zugleich aber ich hatte irgendwie das Gefühl sehr schnell zu sein heute. Dies ist meine fünfte Rallye, nach drei
Dakars und der letzten Marocco Rallye bin ich eigentlich immer noch eher Lehrling als Meister. Ich kam zur Master um mich
weiter zu verbessern>> Das war dann wohl erfolgreich denn auf den endgültigen Sieg müssen wir noch warten. Obwohl es mehr
als wahrscheinlich ist das Per Gunnar Lundmark auf seiner KTM die diesjährige Master Rallye gewinnt gibt dieser keine
Anzeichen dafür. Sein Sturz während einer Bachdurchquerung gab Ihm abermals Grund dafür seine Zurückhaltung und Bedenken
klar darzulegen. <<Ich hatte keine Angst alles zu verlieren, aber bei einem solchen Sturz hätte mein Motor leicht Schaden
nehmen können, und dagegen ist niemand gefeit. Denken Sie an das was mit Kemal heute passiert ist (Ein Türkischer Fahrer der
einen Zusammenstoß mit einem PKW mit einem gebrochenen Handgelenk bezahlt).>> Es sei denn Lundmark schafft es in eine
solche Situation zu kommen wird der Schwede die begehrte Masters Trophäe mit nach hause nehmen. Dieser Sieg könnte ihm
allerdings auch zu einem Platz im KTM Werksteam verhelfen. <<Darüber denke ich nicht nach>> meinte der Schwede <<Die
haben mindestens 10 hochkarätige Fahrer. Da mache ich lieber in einem privaten Team mit Sponsoren weiter.>>
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