Rallye Dakar 2005
Dakar-Organisatoren legen Schwerpunkte auf “Sicherheit“ und „Ausgeglichenheit zwischen Amateuren und Profis“
Diese beiden Themen soll das überarbeitete Reglement der wahrscheinlich
härtesten Rallye der Welt akzentuieren.
Die Sicherheit soll durch die Verstärkung der Geschwindigkeitskontrollen erhöht werden. Hierzu dienen wie bisher die GPS-Geräte an Bord der Fahrzeuge, wobei alle davon betroffen sein werden: Konkurrenten, Presse und Organisatoren. Die GPS-Geräte die gefahrene Geschwindigkeit während der gesamten Strecke auf und gewährleisten somit eine genaue Kontrolle aller bei der ASO registrierten Fahrzeuge. Die kontrollierten Bereiche (Dörfer etc.) werden als solche im Roadbook kenntlich gemacht, so dass Streitfälle von vornherein ausgeschlossen werden können.
Geschwindigkeitsüberschreitungen werden wie folgt geahndet:
1. Übertretung: 30 Sekunden pro überschrittenen km/h und 300 € Geldstrafe
2. Übertretung: 1 Minute pro überschrittenen km/h und 500 € Geldstrafe
3. Übertretung: 2 Minuten pro überschrittenen km/h und 1.000 € Geldstrafe
4. Übertretung: Ausscheidung aus dem Rennen und Einbehaltung der Kaution
Die Navigation soll wieder mehr Bedeutung beigemessen werden. Dies soll durch eine beschränkte Anzahl von bekannten GPS-Punkten bewerkstelligt werden, wobei den Amateuren die Möglichkeit eingeräumt werden soll, bei Inkaufnahme von Zeitstrafen weitere Punkte „frei zu schalten“.
Diesmal werden zwei Marathonstrecken eingebaut. Die Unterstützung durch
Begleitfahrzeuge ist auf diesen strecken untersagt. Als Neuerung kommt die Regel hinzu, dass im Rennen befindliche Fahrzeuge nach Beendigung der Etappe nur betankt werden dürfen, worauf sie unverzüglich im Parc Fermé eingestellt werden
müssen.
Das bedeutet, dass jeglicher Service nach Beendigung der einen Etappe und Beginn der nächsten entfällt; es sei denn, der Teilnehmer führt den Service/die nötigen Reparaturen „vor der Ankunft im Ziel“ durch, wobei die Uhr natürlich weiter laufen würde. (Anm. d. Red.)
Das Regelwerk wurde komplett überarbeitet, um den Spielraum für Interpretaionen zu verringern. Die Fahrstrecke für die Begleitfahrzeuge wurde im Vergleich zu 2004 um 45% reduziert, um die Sicherheit der Begleitmannschaften zu erhöhen. Um die Qualität der Betreuung durch die Offiziellen weiter zu steigern, wird deren Anzahl selbst erhöht, und ebenso werden höhere Qualifikationen gefordert, wie zum Beispiel die Beherrschung von mindestens zwei Sprachen.
Um dem Urgeist der Dakar gerecht zu werden, wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Teilnahme für Amateure erleichtern sollen:
Anmeldegebühren für die Amateure:
Den am Wettkampf teilnehmenden Amateuren wird ein bevorrechtigter Zugang zu den Anmeldungsrechten
eingerichtet, um ihnen die Möglichkeit zu geben, von einer Reduzierung ihrer Anmeldegebühren von 2.200 € für
Motorräder und 1.700 € für Autos zu profitieren (Reduzierung pro Person), wenn sie sich zwischen dem 1. Juni und dem 30. Juli 2004 anmelden.
Trophäe der 1. Teilnahme
Im fünften Jahr wird neben den anderen Klassements ein Sonderklassement, das den Amateurmannschaften, die zum 1. Mal an
der Rallye Dakar (Auto oder Motorrad) teilnehmen, vorbehalten ist, eingerichtet.
Der Gesamtbetrag des Preises der „Trophäe der 1. Teilnahme“ beläuft sich auf 23.000 € Preis für die Ankunft, der den Amateuren vorbehalten ist.
Die Gesamtsumme der Preise, die durch die A.S.O. übergeben werden, beläuft sich auf 150.000 €, wobei nun aber der Großteil des Klassements (gesamt und pro Kategorie) von den Profis eingenommen wird. Aus diesem Grund wurden spezielle Klassements pro Gruppe und Klasse eingerichtet, indem sie um diese bestehenden ergänzt wurden, damit die Amateure belohnt werden. Sie sind Gegenstand einer Dotierung von 76.250 €, die ausschließlich den Amateuren, die Dakar erreichen, vorbehalten ist.
Begleittransport für die Motorradfahrer
Wie in jedem Jahr stellt die A.S.O den Mottoradfahrern, die Amateure sind, die Möglichkeit zur Verfügung, einen Überseekoffer (Überseekoffer wird bereitgestellt) und zwei Räder zu transportieren und gewährt technische Hilfe (Licht, Druckluft, Lötmittel usw.) in der Nähe des Transporters „Überseekoffer Motorrad“, dem Treffpunkt für alle Amateure.
Total-Trophäen
Total setzt seine Aktionen gegenüber den Wettbewerbern mit der Total-Trophäe für Fair Play und der Elf-Moto-Trophäe fort.
Die Total-Trophäe für Fair Play
Am Ende jeder Teilstrecke wird diese Auszeichnung, die mit einer Prämie von 1.000 € versehen ist, an einen besonders verdienstvollen Wettbewerber mit einem Motorrad, Quad, Auto, Lastwagen oder auch Begleitfahrzeug, verliehen. Mut, Ausdauer, gegenseitige Hilfeleistung, Fairness sind einige der auf diese Weise belohnten Werte.
Die Elf-Moto-Trophäe
Sie ermöglicht den eingeschriebenen Motorradfahrern, Dank eines Flugzeugs, das speziell für das Vorhaben bestimmt ist, von einer Produktdotierung, einer logistischen und technischen Hilfe und schließlich von einer psychologischen und moralischen Unterstützung zu profitieren. Am Ende des Rennens wird eine Prämie vergeben (15.000 € werden unter den ersten 5 aufgeteilt).
Die Schule von Dakar
Jeder neue Teilnehmer, ob mit einem Auto oder Motorrad,hat die Möglichkeit, an einem der beiden Vorbereitunglehrgänge, die in Frankreich ausgerichtet werden, für eine Pauschalsumme von 100 €, teilzunehmen (im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze: siehe Einzelheiten am Ende der Anmeldebedingungen – Fahrtraining Schule Dakar).
Sportliche Neuheiten 2005
Reglements-Änderungen für Motorräder:
Kategorien
Einrichtung eines besonderen Klassements für die Quads. Als Wettbewerber einer vollständig anerkannten Kategorie profitieren die Quadfahrer in Übereinstimmung mit der Besonderheit ihrer Disziplin von einer neuen Berechtigung. Darüber hinaus ermöglicht die Aussicht, „einen Titel zu gewinnen“, den Wettbewerbern, die Finanzierungssuche bei ihren Partnern zu erleichtern.
Zulassung
Für alle Kategorien
In der Marathon-Kategorie
Text: ASO & Robert Beckert
Fotos: KTM Sportmotorcycle AG 2003 (Cunha)

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