RED BULL roMANIACS
ER wollte Frischblut,
aber 28 waren dagegen !

Ein Bericht von Ing. Albert Pucher

 

 

 

 

Wir schreiben Sternzeit 2004:

Käpt’n Bert (48) ist mit Sohn Marty (27) zur roMANIACS Rallye
angetreten. Angstlos weil ahnungslos dringen sie in Gebirgs-
regionen vor, die noch nie zuvor ein Stollenreifen durchwühlt
hat. Doch die dunklen Karpaten verbergen in ihren schroffen
Abgründen ein schreckliches Geheimnis...

Plötzlich ist alles ruhig. Gedanken sind wie ausradiert. Geräusche dringen wie aus unendlicher Ferne an das Ohr. Langsam wandert eine aus halben Baumstämmen roh gezimmerte Rampe in das Blickfeld. Hinter der Rampe: Der blaue

Von Silo zu Silo
Foto: Herwig Peuker

rumänische Himmel, und in der Tiefe: Der Fluss. Und VIEL weiter dahinter: Das andere Ufer.

Bei der Besichtigung hat diese Sprungschanze einen Lachkrampf produziert: „Ha-Ha-Ha-der-ist-doch-wohl-kom-plett-ü-ber-ge-schnappt!“ Einer jener Lacher, die man aus dem Film kennt . Wo das Lachen plötzlich in schrilles Winseln und dann in haltloses Schluchzen übergeht. Jetzt ist die Sache aber entschieden:„Zweite ausgedreht etwa 40 km/h, sollte reichen.“, meldet sich plötzlich der Verstand wieder zu Wort, mit dem süffisanten Nachsatz: „Vielleicht“. Übrigens völlig überflüssig, dieser Kommentar. Speziell jetzt, wo der „Point of no return“ längst überschritten ist.

Mit weit aufgerissenen Augen wird der Beginn der Rampe registriert. Rumpeldipumpel rattern die Pneus über die Bohlen...und....plötzlich. Das NICHTS!

Die Stille und Schwerelosigkeit nimmt Dich gefangen. So frei muss das Gefühl sein beim Absprung aus dem brennenden Flugzeug. Egal ob mit oder ohne Fallschirm. Einfach nur LEICHT, ERLÖST, BEFREIT! Jetzt kannst Du nichts mehr zum weiteren Gelingen beitragen. Jetzt ist der SCHUTZENGEL an der Reihe. Freundlich lächelnd schwebt er neben mir her, und wir halten Rückschau über die Höhen und Tiefen der vergangenen Woche:

Sonntag 24.10.04, Die Mutprobe:

Die Besichtigung der Prolog- Strecke provoziert einen Blick in die Korrespondenz mit Veranstalter Martin Freinadametz: Auf die Anfrage, ob die neuwertigen Bikes hinterher noch als solche erkennbar sein würden kam die beruhigende Antwort: „Die Teamstrecke ist bewusst entschärft. Es ist alles fahrbar, für Stürze übernehme ich allerdings keine Verantwortung“.

Im Zentrum von Sibiu liegen jetzt allerdings Baumstämme in allen Variationen in der Strecke herum: Im Karo, quer, längs und als Mikado! So wie der LKW die Dinger abgekippt hatte, wurden sie zusammengeklampft. Basta! Dann noch über steile Steintreppen ohne Anlauf nach oben, ein kleiner Sprung über den LKW und dann der Länge nach über eine Reihe von Kleinwagen.#

„Super Kurs hast Du da für die Profis gesteckt! Die werden sich gewaltig anstrengen müssen um lebend drüber zu kommen !“ kennt mein Lob keine Grenzen. „Aber wo bitte ist die entschärfte Teamstrecke?“

Martin setzt ein dämonisches Grinsen auf: „Gibt’s koane!“

Da beginnt es Dir langsam zu dämmern, dass diese Rallye von einem dunklen Geheimnis überschattet sein könnte. Wie lange lebt dieser Freinadametz schon in Transsylvanien?

Also Parole: Durchkommen, drüberkommen, überleben! Und wenn nach einem Überschlag Dein Bock auf dich

Über’s große Wasser
Foto: Herwig Peuker

draufknallt, dann bist auch Du sicher froh, dass es ja nur um die Startreihenfolge für die morgen beginnende Rallye geht. Noch froher bist Du allerdings, wenn die Kollision mit den 120 Kilos wunderbar sanft und weich ist und das Gewicht des Bikes und auch die Hitze des Auspuffrohres irgendwie kaum spürbar ist: Also wenn schon auftutteln, dann besser nicht im Baumstamm- Mikado, sondern lieber im LKW- Reifenteppich.

Lichtjahre, nein Äonen entfernt flitzen die Profis über die Balken: Ein Schatten verfolgt den führenden Cyril Despres und lauert auf seine Chance. Zu Recht, denn der mehrfache DAKAR- Sieger ist wohl eher an Wüstensand gewöhnt, denn die längs liegenden Baumstämme halten plötzlich sein Vorderrad tückisch in einer klaffenden Spalte gefangen. Sssst , und damit führt wieder einmal der unglaubliche Christian Pfeiffer. Cyril ist sauer, aber dafür strahlt der gewichtige Enduro- Obelix Erich Brandauer: „Mit Cyril hab ich mich total gematcht, ich hab ihm immer am Kurs geschnupft, und dann springt er am LKW einfach über mich drüber!“ Fallweise war auch der Flatout- Fighter Dieter Happ an Erichs Hinterrad, aber nicht lange: „Dieter war in der ersten Runde hart hinter mir, wie ich um die bergauf- Kurve drifte. Schnell, fast ZU schnell, denn den Pflock vor mir wollte ich eigentlich niedertreten. Aber dann hab ich im letzten Moment realisiert, dass es sich um soliden Stahl handelt. Also bin ich mit einem Ruck vorbei, aber Dieter hat das Rohr voll volley geschnupft!“. Man hört, er musste sein leicht verbogenes Bike von einer Parkbank runterklauben. Mit NEUN Runden war er trotz schiefem Vorderrad dann zwar Letzter, aber das hätte bei den Amateuren immer noch für den Sieg gereicht....

Montag 25.10.04: Volles DAKAR –Feeling

Es ist tiefschwarze Nacht, als der Wecker zweimal klingelt. Du hast sehnsüchtig die DAKAR- Videos verfolgt? Jetzt stehst Du selbst am Start, und die Uhr tickt der Startsekunde entgegen. Was für ein Gefühl! Dein Teamkollege ist startbereit? Er deutet mit dem Daumen nach oben. Die Motoren laufen. Drei-Zwei-Eins-GO!

Die Profis um Cyril Despres und Alfie Cox fahren solo und sind im Minutenabstand vor Dir gestartet. Sie sind längst ausser Sichtweite. Wir Amateure fahren in Zweiterteams. Also VOLL Stoff! Die Morgendämmerung und Nebel nimmt Dir die Sicht, die Brillen beschlagen sofort. Raus aus dem Sattel, im Stehen sind die plötzlich auftauchenden Schlamm- Gräben des Weidelandes früher zu erkennen. Du musst immer auf Zug fahren, um notfalls das Vorderrad in die Luft zu kriegen, wenn wieder so ein Graben auftaucht. HERRLICH, so über die flachen Hügel zu donnern, DAKAR Feeling pur: Das Gelände ist mit den Bildern aus Afrika fast identisch, nur dass die die Dünen GRÜN statt sandfarben sind. Und statt Triebsand gibt’s GATSCH in den Senken. Vor Dir die breitgefächerten Spuren der Profi- Meute. Seitlich und hinter Dir bollern drei Maschinen unter Volldampf: Herrlich! Mit über 100 Sachen schweben wir über die Hügel und Senken.

Albert’s große Mutprobe
Foto: Albert Pucher

Test der Profi- Strecke

Jetzt geht’s steil den ersten Berg hoch. Sohnemann Martin ist hängengeblieben. In der Wartezeit auf Martin ist die OMMA- Crew an uns vorbeigebrettert. Jetzt hängt Karl Katoch, der ERZBERG- Macher direkt vor mir. Und von weiter oben lockt sein Teampartner Peter Nesuta, in Fachkreisen als DER GROSSE NESUT bekannt: „Karl, gib Gas, naaa, ned in den Wald!“ Aber zu spät, Karl biegt gerade rechts ins Gemüse ab. Da ober uns alles stockt und nix weitergeht, keine schlechte Idee. Also nach rechts queren und den Spuren von Karl hinterher.

Gar nicht so einfach im dichten Unterholz. Ein Jungbaum verklemmt sich hartnäckig zwischen Tank und Kühler, und erst mit gemeinsamer Anstrengung löst sich Technik und Natur. Hier muss es ungefähr gewesen sein, wo sich der Kühlerschutz verabschiedet hat. Jetzt ist es etwas freier, und in Serpentinentechnik geht es Kehre für Kehre nach oben. Marty will immer wieder den direkten Weg erzwingen, und so steckt er öfters bis zur Nabe im Moos.

Von der OMMA keine Spur mehr. Wir stossen am Gipfelgrat auf die Route. Wir glühen los. Immer dem GPS- Track nach. Plötzlich grosses Erstaunen. Wir sind wieder am Fuss des Berges angelangt. Dort wo die Tortur begann. Die bittere Erkenntnis: Wir sind die Profi- Linie hoch, und die Teamroute zurück. Also Vollgas den Berg wieder hoch. Scheisse! Wären wir gleich die soft- Route gefahren, hätten wir eine Stunde gewonnen.

Sternfahrt, „Fucked Up“

Wie das ist, wenn Du die Rennstrecke voll glühst und Dir kommt plötzlich einer mit vollem Speed entgegen? Doppelt Scheisse: Beinah- Kollision und die Erkenntnis, dass hier das GPS an seine Grenzen stösst: Der dichte Wald absorbiert die Signale der Satelliten! Wir treffen immer öfter auf ratlose Kollegen. Grosses Kuddelmuddel, oder wie es Martin Freinadametz auszudrücken pflegt: „You get fucked up in the middle of nowhere!“

Geteiltes Leid ist halbes Leid! Plötzlich finden wir uns in einer wilden Jagd mit Karl Katoch und DEM GROSSEN NESUT wieder, und wir hängen uns tempomässig an die beiden an: Super, das hochtourige viertakt- Hämmern wie es vom Waldrand zurückgeworfen wird und sich mit KK’s zweitakt- Sound vermischt. Die beiden gasen irre an, und wieder lassen wir uns auf die Heizerei ein. Richtungspfeile? Markierungen? Scheissegal, Hauptsache keiner schenkt einen Handbreit Boden her!

Wieder auf der Profi - Spur
Foto: Albert Pucher

Ein Blick nach hinten: Da fehlt doch einer, wo steckt denn Martin bloss? Ich lasse die beiden sausen, sie verschwinden mit Vollgas im Wald. Ein Blick auf den GPS bestätigt die schlimme Vorahnung: Hier sind wir bestimmt GANZ falsch. Umdrehen, Martin suchen. Der wartet fuchsteufelswild an der Abzweigung: „Bist Du blind? Los Vollgas, die kommen schon“

Wieder auf der Profi - Spur

Ab in die neue Richtung, es geht nach einigen beinah- Kollisionen mit anderen Suchenden plötzlich einen kaum sichtbaren Waldweg hinab. GULP! Aber der GPS meint, das ist richtig. Der geheime Wilderer- Schleichpfad: reifenbreiter Treppelweg, Spitzkehre an Spitzkehre, fast senkrecht bricht das Gelände in die Tiefe ab. Bike hinlegen, Heck herumzerren, wieder aufrichten und weiter. Der Versuch, eine etwas weitere Kehre zu fahren hat ein Rad über den Abgrund zur Folge: Puls 200, pure Panik, schnell hochzahrn, Pfff! Grad noch geschafft! Kurz vor dem Checkpoint noch ein zwei Meter- Steilabbruch. Da kannst Du das Bike nur noch hinunterschmeissen. So war das aber nicht ausgemacht, Herr Freinadametz!

Am CP die Erklärung: Wir sind die Profistrecke heruntergekommen! Während wir noch diskutieren, warum Martin schon auf Reserve ist, und wo denn der Tankstopp bleibt, hören wir schon das zwei- und viertakt- Geräuschgemisch von OMMA- Team: „Gemma gemma, Sahib!“ Schreit Martin, und wir schauen dass wir weiterkommen.

Es folgt eine gnadenlose Heizerei über kurvige Schotterstrassen. Ständig bist Du im Zwiespalt: Soll ich jetzt volle Kanne einschenken, oder sollte ich lieber mit einem Holztransporter hinter der nächsten Ecke rechnen? Deutlich sind die Bremsspuren der Profis zu sehen, die manchmal geradeaus ins Gemüse führen. GPS- Fehler oder verbremst? Ggg Ständig meinen wir, den fauchenden Odem der OMMA‘s im Nacken zu spüren.

Endlich der Tankstop, DIE Gelegenheit, unseren Vorsprung auszubauen: „Super voll bitte!“, und währenddessen wird oben eine Banane reingeschoben und unten Wasser rausgelassen. Martin muss seine Bremse entlüften. Aus irgendeinem Grund baut sich im Bremssystem immer mehr Druck auf.

Fertig! Ich linse zu Martin rüber: „Volle Kanne?!“ „Volles Rohr!“ Die Motoren röhren auf, aber nur für Sekunden. Denn vor uns taucht plötzlich ein formatfüllender Holztransport. Nicht auszudenken, wenn uns der bei voll Speed in die Quere gekommen wäre! Motorrad- Schaschlik!

Jetzt zeigt der GPS an, dass demnächst ein scharfer Knick nach rechts kommen muss. Aber da ist kein Weg. Nur ein Bachbett. Inklusive Wasser. Da rauf? Höhnisch baumelt weit oben ein KTM-Bandel. Na dann los! Es beginnt das typische Geeiere und Gehoppel, wie es eben ist, wenn Du blind nach Gefühl im Wasser auf einen grossen Kiesel nach dem Anderen stösst. Und so richtig griffig sind die nassen Steine und die eingebetteten Wurzeln auch nicht. Auf der Suche nach den Quellen des Nil! Der Bach nimmt kein Ende, längst hat das Wasser seinen Weg bis zu den Zehenspitzen gefunden.

Immer noch keine Verfolger zu sehen, Du fühlst Dich wie der König der Karpaten! Es geht über eine steile Rampe vom Bachbett höher ins Gehölz, steiler und steiler bis Du Dich in stufig ausgewaschenen Serpentinen wiederfindest. Nach etlicher einzel- Schinderei sehen wir ein, dass mit Teamwork besser vorwärts zu kommen ist.

Zahrn, drücken, fluchen! Letzteres, weil sich vom Tal her mit lautem Röhren die Verfolger ankündigen. Fein, dass es die jetzt leichter haben, weil wir störende Steine ausgebuddelt und unüberwindbare Wannen damit aufgefüllt hatten. Dafür sind wir nun streichfähig und bleiben an dem folgenden Steilstück endgültig hängen. Ein, zwei, drei Teams drücken und schieben sich an uns vorbei, während wir eine alternative Spur im Wald suchen. Schliesslich geschieht ein Wunder: Vom Team Reich bietet sich Stefan Reich an, Marty’s Maschine hochzufahren. Zuerst kämpft er ein bisschen mit der Automatik, aber dann ist Stefan mit ein Wenig Schiebehilfe oben. Ich fädle in seine Spur ein, und Schwupps, plötzlich sind wir auf weiten, sanften Almwiesen und langsam normalisiert sich der Puls wieder.

Weiter, weiter! Wenig später sind wir in einem Dorf, wo uns ein Guide den Weg zum Tankstopp erklärt. Martin Freinadametz persönlich ist da, und ermuntert uns: „Super, Burschen, es ist erst drei Uhr, vor Euch sind nur noch 60 Kilometer leichte Strecke“

„Volle Kanne?“ „Go!“. Wir heizen los, doch wenig später scheint das GPS plötzlich zu spinnen. Dort wo laut Satellit der Weg

Mehr und Mehr Herausforderungen ... wahrhaft HART!
Foto: Albert Pucher

weiterführen sollte, ist dichter Wald. Wir fahren die von 1000 Reifenspuren zerfurchte Moraststrecke weiter, und plötzlich ist der Track hinter uns. Wir kehren um, und nach 500 Metern dasselbe Ergebnis nochmal. GPS = „Garkeine Position Sichtbar“

Plötzlich wird klar, dass die 1000 Spuren von den 20 Vorreitern stammen, die ebenfalls 50 mal hin und her sind. Langsam beginnen wir zu verzweifeln. Wir brechen durch den Wald durch, und schätzen, dass der Weg am gegenüberliegenden Waldhang zurückführen müsste. Aber wie kommen wir da rüber? Und plötzlich zeigt der GPS den richtigen Weg in einer komplett anderen Richtung an, als ob wir die ganze Zeit einem Irrtum aufgesessen wären!

Da, Motorgeräusche! Ein Profi kreuzt unseren Weg. Er kommt mir entgegen, weiss aber auch keine Auskunft über den Weg zu geben. Ich deute Martin, wir sollten wenden und dem nachfahren. Aber bis wir auf dem schmalen Weg herum sind, ist er weg. Wie vom Waldboden verschluckt!

Jetzt wird uns bewusst, dass uns die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt. Wir wechseln zur Sicherheit die Batterien des GPS, aber die widersprüchlichen Peilungen bleiben uns erhalten. Plötzlich ruft Martin: „Fahr da rein!“. Da ist nichts ausser Wald.. .Verdammt, da vorne ist ja tatsächlich ein oranges Bandl! Scheisse nochmal, wir sind hundertmal daran vorbei gedüst, grrrfxt!

Also den kaum sichtbaren Spuren nach! Da können maximal eine handvoll Bikes durchgekommen sein. Die Meisten werden wohl wild dem GPS gefolgt sein. Die Markierungsbänder weisen den Weg in eine enge Schlucht. Von dort ist viertakt- geboller zu hören. Zu spät! Erst als mein Vorderrad im Morast des Gatschlochs verschwunden ist erkenne ich, dass da einer hilflos im Dreck steckt. Es ist der Solofahrer von vorhin: „Da vorne ist’s noch tiefer, da gibt’s kein Fortkommen“, weiss er zu berichten.

Du bist sozial veranlagt und voller ritterlicher Ideale? Also steigst Du in den Dreck um Schiebehilfe zu geben. Eine Hand wäscht die andere! Na, zuerst schlammt er dich gehörig ein, Du stehst von Gatsch tropfend da, und der Typ verschwindet hinter der nächsten Biegung. Na bitte, das ist eben gelebte Kameradschaft!

Zum Glück ist Blut dicker als Wasser, denn mein lieber Martin hat seine Susanna oben abgestellt kommt herunter in den

Feuchtes Vergnügen ...
Foto: Albert Pucher

Dreck, wir zerren meine Susi herum, und wühlen uns bergwärts. Nochmal verlieren wir eine halbe Stunde beim Ankicken, Denn bei beiden Bikes haben wir im Laufe des Tages den Akku leergestartet.

Vom Regen in die Traufe. Vom Schlamm ins Bachbett, vor Dir eine Steilauffahrt mit ultrakurzem Anlauf im Wasser. Unter Dir ein Grosspott, dessen Batterie nicht mehr kann, der Starter nicht mehr will, und wo per Fusskick gar nichts mehr geht. Ober Dir wartet der Schlussmann. Mit eingeschaltetem Scheinwerfer. Der hat keine Saftprobleme. Das bringt Martin so in Rage, dass er voller Wut auf meinen Kickstarter eintritt. Und O Wunder, das Ding läuft, LÄUFT, L Ä U F T !!! Also in Startposition, Gang rein, und: Der Motor steht.

Kurz: Es dämmert schon, als wir (immerhin) aus eigener Kraft den vorletzten Checkpoint erreichen. Kannst Du Dir die Enttäuschung vorstellen, wenn Du den ganzen Tag gegen die Natur, die Technik und gegen die Entkräftung angekämpft hast, und so kurz vor dem Ziel wirst Du gestoppt? Er lässt uns nicht weiterfahren, wir müssen warten bis alles eingepackt ist und es geht im Konvoi zurück nach Sibiu.

Schweissnass 30 Kilometer mit 100 Sachen durch die Abendkälte? Nirgendwo haben wir mehr gelitten als auf diesem Teufelsritt. Wir kommen um 20 Uhr völlig unterkühlt, hungrig und entkräftet im Camp an. Ins kochende Vollbad! Aufwärmen, Essen, Fahrerbesprechung: Es ist 22 Uhr, als wir uns endlich den waidwunden Bikes widmen können. Bei Martins Bremse ist kaum noch Flüssigkeit drin, sie hat Luft gesaugt und hat keine Bremswirkung mehr. Meine Bremse hat noch Wirkung, aber nur noch am letzten Millimeter.

Es ist 23 Uhr, die Serviceteams sind allesamt schon in den Federn. Wir konsultieren DEN GROSSEN NESUT, sein fachmännischer Kommentar: „Die Kupplungspumpe ist für Bremsflüssigkeit nicht geeignet, die ist hin, Ihr könnts einpacken“ . Na super! Wir werken noch bis 2 Uhr früh, versuchen aufzufüllen und zu entlüften, aber das Resultat ist immer das Gleiche: Der Bremshebel hat null Wirkung, bei beiden Bikes.

Dienstag 26.10.04: Das absolute TIEF

Du bist unendlich müde, Dein ganzer Körper schmerzt, Du bist unendlich enttäuscht, von einer eigentlich vorhersehbaren technischen Panne aus dem Rennen geworfen zu sein. Du willst nur noch eines: Abreisen, vergessen, verdrängen, flüchten, drauf Scheissen! Die Vision eines der hiesigen typischen LKW- Fahrers geistert durchs Oberstübchen, der Dich freundlicherweise frontal rammen und Dich mit einem Schlag von aller Bitternis erlösen möge!

Was ich zu dem Zeitpunkt nicht weiss: Ganz ohne technische Probleme kämpfen auch andere Teams mit der Sinnfrage: Karl Katoch war gestern konditionell eingebrochen und pfeift heute morgen motivationsmässig auf dem letzten Loch: „Es war das Schwierigste am ganzen Rennen...!“ gesteht DER GROSSE NESUT hinterher, „...dem Karl zu überzeugen, dass er es KANN“. Harte Formulierungen helfen: „Karl reiss Dich zusammen, schliesslich war es DEINE Idee, und das ist eine gute

Hart härter ... AUA
Foto: Albert Pucher

Gelegenheit zu beweisen, dass Du ein ganzer Kerl bist!“. Das hat gesessen, und schliesslich kämpfen sich die Beiden auf den zweiten Platz der Teamwertung vor. Mit GPS- Unterstützung: Denn das rumänische Team EGLY II findet sich am letzten Geländetag nach einem finalen Navigationsfehler in einer Schlucht wieder, wo es nur zu Fuss wieder rausging. Minus Bikes. Von sieben Teams bleiben nur vier in der Wertung.

Bei den Profis führt Cyril Despres überlegen, beherzt verfolgt vom jungen Polen Oblucki. Tiainen und Cox sind schon deutlicher abgeschlagen. Aber wo bleiben die Österreicher? Flatout- Star Dieter Happ geht wie seinerzeit Klaus Kinigardner mit vollem Risiko ins Rennen, nimmt so manchen Baum ins Visier oder verbrennt seine Kupplung. Erst gegen Ende des Rennens lässt er es ruhiger angehen kommt er auch mal ins Ziel. Die Ehre der Flatout- Fighter retten Oliver und Erik Mocker, die überlegen die Teamwertung gewinnen.

Und wo bleibt Erich Brandauer, der so vielversprechend in die Rallye gestartet ist? Bis zum ersten Motorschaden durch angesaugtes Flusswasser liegt er super um den fünften Platz. Als er am letzten Geländetag mit der Ersatzmaschine ein Leck im Kühlwasserschlauch aufreisst und der Motor platzt, muss er sich schiebend, rollend und teilweise mit Hilfe eines Pferdewagens bis zum nächsten Checkpoint durchschlagen. Beim Abschlussrennen in Sibiu muss er mangels Motorrad leider zusehen.

Dabei war dieses Abschluss- Kriterium so spannend, dass es UNS zumindest voll für die erlittene Niederlage entschädigt. Warum? Also zu allererst sind wir NICHT abgereist. Ein rumänischer Mechaniker hat unseren Bremsen nämlich wieder etwas Leben eingehaucht, und wir sind mit sechs Stunden Startverzögerung dem Feld zum Biwak Petrosani nachgeheizt.

Mittwoch 27.10.04: Der Härtetag

Wir starten als „Touristen“ dem Feld hinterher, und schlagen die Warnungen, den ersten Berg auszulassen in den Wind: Schliesslich kann man nur über etwas schreiben, was man selbst erlebt hat: „Ohne Hilfe wäre ich da nicht raufgekommen“, berichtet sogar ein Cyril Despres später. Für uns gabs keine Hilfe, wir haben uns gegenseitig die Steinstufen hochgezerrt. Oben die Belohnung: Wir sind mit den Bikes wirklich über den Gipfelgrat auf 2200 Meter Seehöhe geklettert.

Die Aussicht und die Befriedigung über die Leistung ist gewaltig! Dafür haben wir gut doppelt so lange wie die Profis benötigt, und die Tanks sind fast leer. Runter geht’s über endlos scheinende Serpentinen. Zuerst Schotter, dann befestigt. Im Tal stossen wir auf die Teamrider- Spur. Da wären wir also mit der Profi- Strecke wieder zusammengetroffen, wenn wir gekniffen hätten. Wir finden keine Checkpoints mehr vor, keiner hat damit gerechnet, dass wir Touristen tatsächlich auf den Gipfel wollen. Wir telefonieren im Tal, dass wir noch unterwegs sind und Benzin brauchen.

Es geht eine Waldabfahrt runter, wo es zum Schluss im Steilstück, bis jetzt jeden aufgebrezelt hatte. Was soll man auch tun, wenn es immer schneller wird, und der Talboden immer näher kommt? Tiainen soll der Einzige gewesen sein, der sturzfrei unten ankam. Wenigstes eine Befriedigung, es hier dem Finnen gleichgetan zu haben. Dann eine „Erzberg“- Steilauffahrt hoch, eine Balance- Partie über Rinnen und Grate von metertief ausgewaschenen Feldwegen, und dann das allerschärfste:

Hinter einem Dorf geht’s ein enges Tal hoch, bis es sich plötzlich zu einer Schlucht verengt. Wir blancieren an der Flanke der Schlucht hoch, der Saumweg wird immer enger, bis es zu einer Schlüsselstelle kommt: Eine Wurzel ragt über den Pfad, es ist unmöglich sicher da vorbei zu kommen. Ich halte Martins Maschine vorne, er schiebt hinten: Plötzlich rutscht das Hinterrad ab, die arme Susanna hängt schon über dem Abgrund! Gulp! Da geht’s vier Meter in einen Felsentrichter mit einem halben Meter Breite, und darunter ist es dunkel.

Keine Ahnung wie tief es da weitergeht. Was da hinunterkracht ist hin und weg! Ich kann nichts tun, ausser links das Vorderrad zu halten, und rechts bin ich in einen angenagelten Ast verkrallt. Martin entwickelt Bärenkräfte und kann das Heck stabilisieren. Ich zieh nach vorne, er gibt etwas nach, wir rutschen an der Wurzel vorbei und mit vereinten Kräften geht’s wieder nach oben. Völlig fertig liegen wir auf der Wiese und müssen nach dem Schreck zehn Minuten verschnaufen!

Gegen dieses Erlebnis kann alles andere nur noch Pipifax sein. Ein Vollbad im Morast bei der folgenden Abfahrt kann mich nicht jucken. Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, einen voll eingelehmten Lenkergriff mit Lehm- Hanschuhen zu umfassen. Sehr glitschig! Aber mit der Zeit trocknet das Ganze und bröselt von selbst wieder ab. Beim Versuch, dem halbmetertiefen Lehmweg zu entrinnen versuche ich es auf den seitlichen Blechstufen. Pech wegen der vielen Nägel und Klammern, die mir den Reifen aufschlitzen.

Naja, selber Schuld. Wer ohne Moosgummi- Reifen auf eine Rallye geht könnte genausogut mit einem Messer eine Schiesserei bestreiten. Wir erleben Gastfreundschaft pur, die Leute sind einfach alle super herzlich und hilfsbereit, bringen Wasser und bieten ein Pferdefuhrwerk als Not- Transportmittel an. Und dauernd muss Martin Autogramme schreiben. Schliesslich erreichen wir mit dampfendem Plattfuss die Tankstelle, wo der Besenwagen auf uns wartet. Wir erhalten ein Ersatzrad und düsen über die Bundesstrasse zurück nach Sibiu.

Wer aber glaubt, dass dies einfach wäre, der irrt. Bundesstrassen in der Gegend unterscheiden sich von Forststrassen nur dadurch, dass ab und zu ein Kilometerstein die Entfernung zum nächsten Ort angibt. Und Schlaglöcher? Gibt es keine. Das sind ausgewachsene Bombentrichter, und an einer Stelle ist die Strasse zur Hälfte einfach in die Schlucht abgebrochen. Das juckt da anscheinend überhaupt niemand. Die hiesigen LKW kriechen im Schneckentempo über die Kraterpiste, immer in Gefahr in den Löchern aufzusetzen und hängenzubleiben. Wir bemerken solche LKW schon auf Kilometer im Voraus, der Qualmwolke und dem Geruch nach verbrennen die in ihren Teerkochern pures Erdöl.

OMMA hat sich ohne Panne die gesamte Strecke gegeben. Karl findet ein knackige Kurzbeschreibung bezüglich der Härte dieses Tages: „Gschissn!“ DER GROSSE NESUT ist da anderer Meinung und findet zu einer kürzeren formulireung: „Oasch“. Später relativieren beide diese Aussagen: „Naa es war eh super, nur zu lang“.

Donnerstag 28.10.04 Der Rasttag

Verkürzte Strecke, bis auf eine Bahndamm – Böschung wo die Bikes ständig abzurutschen drohten, ist der Streckenverlauf zügig zu fahren weil auf allgemeinen Wunsch die Strecke verkürzt wurde. Die Fahrer sollten sich vor dem fatalen Finale etwas erholen können.

Freitag 29.10.04, Der Härtetest

„This has nothing to do with the original meaning of motorbiking“ stiess der sonst so stille Kari Tiainen nach der Besichtigungsrunde hervor. Warum? Weil das Programm eher in einen Zirkus gepasst hätte als auf eine Rennstrecke. Marty und ich sind begeistert: Zuallererst ist es ein unbezahlbares Vergnügen, unter Polizeischutz mit 150 Sachen durch eine Stadt zu fegen. Und: Als „Touristen“ müssen wir ja nicht jedes Hindernis befahren.

Am Hotelportal ist der Start, wir springen die Stufen hinab auf die Strecke. Zuerst geht’s dreimal über eine Sprungschanze vor dem Hotel. Es ist die Rampe vom LKW- Sprung, also kein Lercherl. Dann Vollgas durch die Innenstadt, über eine gewundene Treppe hoch, und am Flussufer entlang. Bei der Besichtigung gab es einige Ausfälle am Fluss, vor meinen Augen ist eine KTM im Wasser komplett verschwunden, und ein Pole hat sich im Schlammloch bis zum Sattel versenkt. Dort nämlich, wo schon am ersten Tag Christian Pfeiffer eine Stunde lang seinen Motor reinigen musste.

Das Resultat !
Foto: Albert Pucher

Daher verkürzte Route: Schon mitten in der Stadt geht es durch den Fluss. Oha, das ist ja tiefer als die Originalroute, und ich muss an den armen Erich Brandauer denken, als der Motor plötzlich zu stottern und auszusetzen beginnt! Vollgas! Und mit letzter Stotterkraft quält sich Susi die Uferböschung hoch. In der Folge wird sie noch einigemale absterben, bis das Wasser im Filterkasten endlich komplett seinen Weg durch den Brennraum gefunden hat.

Jetzt die „Wippe“. Ja aber nicht so etwas wie am Jahrmarkt. Das Ding ist fünf Meter hoch und überspannt die gesamte Flussbreite von acht Metern. Dabei sieht das Gerät so filigran und windschief aus, sodass ich lieber die „Chicken“ Route wählen würde, die wiederum durch den Fluss führt. Plötzlich setzt sich Martin in Bewegung und schmeisst sich auf die Rampe: „Neiiin!“ Das Vaterherz erbebt vor Angst, aber er gibt beherzt Gas, die Wippe senkt sich und er ist drüben. GULP! Um vor dem Sohnemann das Gesicht nicht zu verlieren: Drüber! Geht doch!

Jetzt am Fluss entlang Vollgas zur Lehmgrube des Ziegelwerks. Da hat Martin Freinadametz einen Kurs ausgebandelt, der jedem Erzbergfreak das Fürchten lehrt: Grundsätzlich handelt es sich ausschliesslich um Steilstufen, die SENKRECHT sind. Egal ob hinauf oder hinunter. Wir geben uns die ersten, leichteren Stufen und überlassen den Rest den Profis. Die „Cicken Route“ führt hinten über den Berg, wir wollen aber ins Ziegelwerk um den sagenhaften „Silosprung“ zu sehen.

Offensichtlich war das Ganze bisher nicht gefährlich genug, denn was sich nun vor unseren staunenden Augen auftut spottet jeder Beschreibung, und der Protest von Kari Tiainen wird immer verständlicher. Da stehen tatsächlich zwei Betonsilos nebeneinander. An einem geht eine SEHR steile Rampe nach oben, am anderen geht eine nach unten.

Dazwischen: vier Meter Distanz, die mit einer halbmeterhohen Minirampe übersprungen werden sollten. Marty ist hochgebollert. Schon um ihn abzuhalten muss ich nach. Da stehen wir und schauen blöd: „Nicht runtgersehen“ ruft uns einer von unten zu. Aber zu spät, das Herz ist schon in der Hose. Ist ja keine Entfernung, aber es geht sechs Meter in die Tiefe, und das Loch in Silomitte ist nur notdürftig mit Holzbohlen abgedeckt.

Aber da führt die Beschleunigungs- und Bremsstrecke drüber. GULP zum Quadrat! Martin wäre gesprungen. Wenn wir im Rennen gewesen wären...wer weiss, was ich gesagt hätte. So aber: „Lieber nicht“. Wir verfolgen die Profistrecke weiter, denn auf die „Chicken Route“ über Betonplatten- Mikado habe ich noch weniger Bock. Habe auch keinen gesehen, der DA drüber wäre. Mission Impossible mit halbmeterhohen Betonblöcken zum Überklettern.

Dieter Happ nach einem Baumkuss
Foto: Albert Pucher

Wir werden von den Streckenposten in das angrenzende Gebäude gewunken. Wir winken zurück. Der Weg führt nämlich Betontreppen hoch in den ersten Stock. Von da aus geht ein Sprung auf eine 1,50 Meter tiefer liegende Aufsprungrampe. GULP hoch drei! Hier hat es den wagemutigen Bernd Hupfauf erwischt. Er ist mit der Helmkamera dicht hinter Dieter Happ hergefahren. Dann hat er vor dem Sprung ETWAS zu viel Gas gegeben.

Zu stark geslidet, zu viel Speed verloren, mit dem Motorblock aufgesetzt und: UAHHHHH! Parallel zur gesamten Rampe pure LUFTFAHRT, und im flachen Teil: BAUTZ! Nochmal zujm Mitschreiben: „Bauchfleck aus dem ersten Stock!“ Und er wird vom Bike zum Glück nicht voll erwischt, sondern nur an der Hüfte gestreift. Nix gebrochen, aber groggy und es blutet. BLUT! Mit einem Ruck kommt Bewegung in die Rettungsmänner die schon fast befürchten mussten, unverrichteter Dinge abzuziehen. Bernd wird fachgerecht verschnürt und ab.....wohin weiss keiner genau. Ziemlich langsam hat er sich dann bewegt am Abend. Und ziemlich BLASS hat er ausgesehen: „Chic, Dein neues Halstuch, Bernd!“

Wir ziehen weiter, und als letztes grosses Hindernis finden wir die Sprungschanze über den Fluss vor. Jetzt hat mir Sohnemann Martin zweimal gezeigt, dass er Schneid hat. Um mein väterliches Gesicht nicht zu verlieren bin ich jetzt an der Reihe, Mut zu beweisen.

Also Augen zu und rüber! Und mein Schutzengerl ist brav und lässt mich butterweich drüben aufsetzen. Jetzt ist Martin an der Reihe. Wenn er sich jetzt wehtun würde, es wäre meine Schuld. Er gast an. Aber was ist das? Das ist ja bestenfalls Halbgas: „GIB GAAAS, um himmels Willen!“. Zu spät! Das ist kein Sprung! Er tropft förmlich von der Rampe. Viel zu tief kommt er angesegelt, wie beim Anflug auf den Flugzeugträger, wenn der Motor ausgesetzt hat. Mir setzt das Herz aus: „Martin!“ Das hat er nicht verdient, so jung und jetzt dieses Ende?

Mindestens einen halben Meter zu tief trifft er auf die Aufsprungrampe. Normal würde es ihn jetzt in der Luft zerreissen. Aber da die Erde frisch aufgeschüttet ist, fetzt er mit dem Hinterrad einfach hindurch und fährt weiter als ob nichts wäre. GULP hoch vier: Am Silo hätte dieser (Angst-)Fehler andere Folgen gehabt.

Nicht drüber nachdenken, und lieber etwas geniessen, was es sonst auf keinem Schiff gibt: Volle Kanne durch den Stadtverkehr heizen, über rote Ampeln fetzen, den Motor richtig auswinden, und dabei von der Polizei noch freundlich weitergewunken werden. Das ist unbezahlbar! Martin Freinadametz, dafür lieben wir Dich, egal in wessen Auftrag wir unbedingt Blut lassen sollten.

Übrigens: Warum nicht? Wenn ich dann jeden Tag die unendlichen Weiten der Karpaten durchstreifen dürfte? Jaja, herrlich diese trübe Herbstzeit. Grelles Sonnenlicht soll ja ungesund sein. Vornehme Blässe ist in, neuerdings!

Text & Fotos: Albert Pucher

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enduroabenteuer Ausgabe 4 - 2004
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Seit September 2005 haben wir leider die Weiterentwicklung von AdventureBike eingestellt. Der Grund für diese Entscheidung liegt im chronischen Zeitmangel.

Für das Interesse, Vertrauen und unermüdliche aufrufen unserer Seiten möchten wir uns bei Ihnen unseren Lesern bedanken. Es freut uns an dieser Stelle verkünden zu können das über
1.000.000 Besucher sich die Zeit genommen haben hier vorbeizuschauen.

Bis auf weiteres wird AdventureBike von der Firma selectCOM weiter Betrieben, jecoch nicht weiterentwickelt.

Gruß

Ernst Südmeyer

 

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