Jörg Schappmann => Shappy
Baujahr: 20.4.1972 Familienstand: single Wohnhaft: z. Zt unterwegs in Australien Heimatort: Weimar / Arbeitgeber: bis Nov 2002 Beruf erlernt: Karosserie- & Fahrzeugbaumeister Beruf ausgeübt: -
letzter deutscher Wohnsitz => München
Porsche Zentrum München
In eigenen Worten:
Geboren bin ich in der Dichterstadt und Kulturhauptstadt Europas 1999- Weimar / Thueringen, im Osten halt, am 20.04. (keine falschen Schluesse) 1972. Gelernt habe ich irgendwann mal Karosserie- und Fahrzeugbaumeister, aber ob ich es kann moechte ich hier nicht sagen.
Moped fahren:
angefangen hat alles im Alter von knabenhaften 15 und einem " S - Lustig" Simson S51 (Elektronik - wohlgemerkt). Mein zweites Heiligtum war dann eine "Emme" MZ TS 150 mit 10 PS, Bj. 78 für sage und schreibe 500,- Mark, allerdings in 4 Obstkisten verpackt.
1989 die erste Reise, 2 Wochen Campingurlaub in der
CSSR mit drei 150ern und vier Freunden, wir waren damals erst 17 und die Mopeds total überladen.
Auf der Hinfahrt musste ich die Zündung nachstellen und den Vergaser auf der Autobahn zweimal zerlegen. Ruschi bekam eine Kurve nicht und erwischte beim ausrollen einen ca. 4 Zentner schweren Findling. Damit der Reifen nicht von der Felge springt haben wir die Felge auf dem Campingplatz mit der Campingaxt grob gerichtet. Der Spurversatz von gut 10cm hingegen war nur noch mit einem neuen Rahmen zu beheben.
Dann versagte uns der Benzinkocher den Dienst und damit roch unsere gesamte Ausrüstung am Ende nach Lagerfeuer. Aber Räucherware hält sich bekanntlich ja länger, nur den Wassertopf haben wir nie wieder richtig sauber bekommen.
Ruschis Zelt war nur für schön Wetter zu gebrauchen und hatte bei
anhaltendem Regen ein Wasserbett zur Folge. Im grossen und ganzen ein schöner Urlaub, nicht ganz fair aber fein.
1995 folgte eine ZXR 400 nach ein paar kleinen Touren und 2 Jahren stieg ich auf eine ZZR 600 um. Mit der ging es dann auf grosse Tour, einmal um die Iberische Halbinsel oder "Einmal Gibraltar und zurück", wie man´s nimmt.
Nach 9137 KM in drei Wochen,
einem wunden Hintern und dem Gedanken das ich so was vielleicht nie wieder würde machen können, da meine derzeitige Freundin Anita nichts mit Motorrad fahren am Hut hatte, war ich wieder im Alltag gelandet.
Aber wie verwirkliche ich dann meinen Australien-Traum, wenn die Freundin nicht zum Motorrad fahren zu haben ist, und schon nach 2 Wochen Ungarn von einem grossen Opfer spricht. Doch dann Oktober 2000, nach acht gemeinsamen Jahren, das aus für unsere Beziehung.
Nach fünf Monaten Wohnungssuche und einer Geburtstags-Einweihungsparty brauchte ich Urlaub und es stand fest - ich wollte Sonne.
Es waren noch drei Wochen Zeit bis zum Urlaub und ich hatte keinen Plan wo es hin gehen sollte, so ganz alleine. Mitte Mai brach dann der Ätna aus.
OK, dachte ich, fahr ich halt nach Sizilien.
Mit stotternden Vergasern, abgefahrenen Reifen, 18.000 km auf der Kette und 1mm bis das Metall auf der Bremsscheibe schleift ging es los, immer Richtung Süden.
Rückwärts lechzte der Reifen nach Gummi, die Kette habe ich von Neapel bis München dreimal nachgespannt, trotzdem schlug sie ständig gegen die Schwinge und der äussere rechte Bremsbelag bremste nur noch mit Luftunterstützung, vom längst fälligen Ölwechsel ganz zu schweigen.
Aus Sizilien hatte ich doch etwas ganz wichtiges mitgebracht, ich hatte mein Leben wieder und eine Weisheit die mich bis heute voran treibt:
"Lieber Träume leben, als ein Leben lang träumen".
cu shappy
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