Honda verlässt Enduro Segment ?

Extrem genervt und negativ reagierten Mitarbeiter der Firma Honda als sie zur Intermot von uns mit dem Gerücht einer TransAlp mit 750 ccm konfrontiert wurden. “Das stimmt alles nicht!” fauchte man uns an! Alleine der Honda Auftritt zur vergangenen Intermot war alles andere als erbauend. Auf unendlicher Fläche präsentierte man einige Motorräder aber auch die störten den ansonsten sehr kalten, abweisenden Honda Stand dessen Highlight sicherlich die zwei Playstations waren auf denen der geneigte Besucher sich unterhalten konnte. Auf diesem Stand, eingepfercht in ein 1 x 3 m Gitter befanden sich dann doch eine CRF450 und eine Trial Maschine mit Honda Logo.

Der Eindruck entstand das man bei Honda zu viel damit beschäftigt ist die Kronjuwelen zu retten als das man sich herablassen würde und den Erdferkeln etwas zum spielen zu geben. Schade eigentlich, denn diesen Markt den Honda da verlässt nimmt sich jetzt selbst BMW mit dem Sportboxer zu Brust.

Text: Ernst Südmeyer (Februar 2005)


KTM setzt auf 450er
um den Rallyesport zu entschärfen

Zwei Spitzensportler aus den eigenen Reihen hat es innerhalb eines halben Jahres erwischt. Bei KTM würde man am liebsten aussteigen aber dann würde man die Motorsport Domäne in der man sich nicht nur absolute Dominanz erarbeitet hat einfach fallen lassen. Ausserdem bringen die vielen Rallye Replikas die man an Teilnehmer oder solche die es werden wollen verkauft sicherlich auch den einen oder anderen Euro in die Kassen der Mattighofener. 

Wenn also der Veranstalter durch die Streckenführung nicht die Geschwindigkeit aus der Rallye nehmen will dann macht es eben KTM. Mit 450ern will man die Hochgeschwindigkeitsetappen entschärfen. Das aber eine 450er zusätzliche Wartung benötigt und in den Fahreigenschaften sich nicht wesentlich von der jetzigen 660er unterscheiden wird, davon will man nichts wissen. Die Unfälle von Sainct und Meoni, so tragisch sie auch sind, eröffnen bei einigen Fans der Szene Fragen zur grundsätzlichen Konstruktion bzw. zur Anordnung von Instrumenten und Tanks. Auch die langen Etappen die den Teilnehmer zur Mitnahme von bis zu 50 Litern Spritt zwingen sind fraglich. Denn die zusätzliche Last des Treibstoffs verändert die Fahreigenschaften eines Motorrades in nicht unerheblichen Mass. 

Zurück zu den Instrumenten. In beiden Fällen, so heisst es in der Gerüchteküche, sind die Fahrer mit dem Hals auf das Windschild aufgeprallt. Dieses Bauteil (GFK) zersplitterte daraufhin und die scharfen Kanten schlitzten angeblich die Kehle der Fahrer auf.

Es gibt also ganz konkrete Hinweise auf Fehlkonstruktionen die man mit Kreativität angehen könnte und sollte damit daraus bessere Motorräder entstehen. Zumindest aus Sicht der Öffentlichkeit ist dies ja auch der eigentliche Sinn eines Rennsportengagements einer Firma wie KTM.

Unser Aufruf nach Mattighofen: Bevor Ihr den Sport nur noch so mitmacht weil das ja immer schon so war hört bitte auf. Damit würdet Ihr der Öffentlichkeit eher einen Gefallen tun. Denn dann würde das Thema entweder endgültig sterben oder aber kleine Dynamische Ausrüster hätten die Chance Spezialfahrzeuge für die Dakar zu bauen ohne das ein Grosser den gesamten Markt für sich in Anspruch nimmt.

Text: Ernst Südmeyer (Feb2005)


SPORTBOXER SCHON IN 2006?     

Wie es scheint könnte BMW die Kleinserienproduktion des auf der Baja California gesichteten Prototypen für 2006 anvisieren. Industrie Insider sprechen von einem Fahrzeug das KTM mit der 950 Adventure ins Schwitzen bringen könnte. Hier die Eckdaten aus dem Gerücht: 1200 ccm Boxer, 190 kg, USD Gabel mit 21” Vorderrad, Federwege von 260 mm vorne und hinten, zu haben für ca. 16.000 €.  ES

Kommentar: Wow, das wäre doch ein Prestigeobjekt das auch die Japaner hinter dem Ofen hervorlocken würde denn dann wäre es wieder einmal Pflicht eine sportliche Reiseenduro im Programm zu führen. Yamaha scheint mit den Plänen für eine XTZ1000 ja schon am Ball zu sein, aber was ist mit Honda, Kawasaki oder Suzuki? ES


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enduroabenteuer Ausgabe 4 - 2004
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