Was ist ein Adventurebike ?

Wieder ein neues Wort: „Adventurebike“ ! 

Unserer Meinung nach ist das häufig genutzte und vollkommen abgenutzte Wort Reiseenduro, dank solcher Vertreter wie Varadero und V-Strom heute eher ein Synonym für höhergelegte Straßenkreuzer geworden. Gut Gut das ist Geschmacksache ... Stimmt. Unbestreitbar ist aber das bei solchen Vertretern dieser Gattung der Offroad Aspekt der sich ja nun doch irgendwo hinter dem Wort “Enduro” verbirgt, verlorengegangen ist!

Die Mutation ist leider in vollem Gange und kann von uns mit Sicherheit nicht aufgehalten werden, daher unsere Initiative Adventurebike

Warum Adventurebike? 

Nun dieser Begriff spiegelt die Lust zum Abenteuer beim Reisen, auf einer Schotterpiste, im Tunesischen Sand, bei der Ausfahrt zur Eisdiele, beim PässeRäubern, Joghurtbecher jagen oder bei getuckelten Tagesausflügen wieder. Motorräder die sich in all diesen Disziplinen gut verwenden lassen bezeichnen wir Adventurebike!  

Sichtbare Merkmale eines Adventurebikes:

  • Bereifung: vorn i.d.R. 21 Zoll Räder und 17 oder 18 Zoll Räder hinten.
  • Federweg von 200 mm v&h bis zu 300 mm v&h ist alles vertreten. Grundsätzlich gilt: Je mehr desto besser!
  • Speichenfelgen => Gußflegen brechen!
  • Motorschutz, großflächig aus Alu oder massivem Plastik.
  • Schmale, ja schmerzhafte Sitzbank … ein muss im Gelände!
  • Tripmaster bzw. IMO Vorbereitung für die Installation eines solchen.
  • Sitzhöhe von 86 – 96 cm
  • Kleine Verkleidung zum Wind und Wetterschutz für Fahrer und Instrumente.
  • Leistung i.d.R. 50+ PS
  • Drehmoment, wichtig: 50+ Nm
  • Hubraum: 500 – 1.150 ccm
  • 170 – 260 kg Fahrfertiges Gewicht. - Je weniger desto besser !!

In anderen Worten: Die Grundausstattung eines Motorrades sollte die wichtigsten Voraussetzungen mitbringen um mit dem nötigen Grundvertrauen zum Material ins Gelände gehen zu können. 

Aber Vorsicht: Dies ist keine Religion ... daher gilt auch hier:
Die Regel wird durch die dazugehörigen Ausnahmen bestätigt!

Adventurebikes sind also robust, schwer zu zerstören und können nach einem Sturz leicht wieder flott gemacht werden. Sie sind eierlegende Wollmilchsäue und sind daher in allen Disziplinen gut aber nicht unbedingt das Beste in jeder einzelnen.

Im Wüsten-Ralleyeeinsatz sind sie jedoch zuhause. Sei es eine F650, LC4 Adventure R, R80GS oder R100GS, eine AfricaTwin oder SuperTeneré.  Adventurebikes haben in der Regel echte Werks Ralleymaschinen im Stammbaum. Dabei ist es für unsere Zwecke unerheblich was zuerst kam, die Markteinführung oder der Ralleyeeinsatz. Der Grundtenor für uns Konsumenten bleibt “Abenteuerlich”!

Das sportliche Engagement der Hersteller schafft einerseits öffentliche Aufmerksamkeit gibt den Herstellern aber zusätzlich die technische Herausforderung deren Resultat das etwas bessere Motorrad ist.

Wir fordern Sie daher auf gemeinsam mit uns das öffentliche Interesse am Sport zu fördern und so ein Engagement der Hersteller zur Pflichtübung zu machen.

Mit sportlichen Grüßen,

Ernst Südmeyer

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enduroabenteuer Ausgabe 4 - 2004
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Was ist ein AdvB.?

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Seit September 2005 haben wir leider die Weiterentwicklung von AdventureBike eingestellt. Der Grund für diese Entscheidung liegt im chronischen Zeitmangel.

Für das Interesse, Vertrauen und unermüdliche aufrufen unserer Seiten möchten wir uns bei Ihnen unseren Lesern bedanken. Es freut uns an dieser Stelle verkünden zu können das über
1.000.000 Besucher sich die Zeit genommen haben hier vorbeizuschauen.

Bis auf weiteres wird AdventureBike von der Firma selectCOM weiter Betrieben, jecoch nicht weiterentwickelt.

Gruß

Ernst Südmeyer

 

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